Welche Ihrer Prozesse sind bereit für Agentic AI?
Der Navigator bewertet 74 Geschäftsprozesse über 13 Kategorien – nach Potenzial und Umsetzungskomplexität. Spielen Sie rechts einen Beispielprozess durch.
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Das grösste ungenutzte Potenzial liegt im Büro – nicht in der Produktion.
Schweizer Industrieunternehmen (MEM) haben ihre Produktion über Jahrzehnte optimiert. In den administrativen und wissensintensiven Prozessen dagegen schlummern erhebliche, bislang kaum erschlossene Effizienzpotenziale – dort, wo Menschen Informationen sichten, Entscheidungen vorbereiten, koordinieren und dokumentieren.
Verlagern hilft nicht
Im Büro- und Wissensbereich scheitert die Erschliessung über räumliche Verlagerung (Offshoring) regelmässig an unterschätzten Folgekosten: Abstimmung, Qualität, Kontrollverlust.
Agentive KI übernimmt – statt zu verlagern
Sie erledigt Aufgaben selbst, statt sie nur zu beschleunigen oder umzuverteilen. Das ist ein struktureller Unterschied zu bisherigen Ansätzen – und der eigentliche Hebel.
Die offene Frage: Wo anfangen?
Das Versprechen agentiver KI bleibt generisch und an Grosskonzernen orientiert. Wie ein einzelnes Unternehmen seine konkreten Einsatzfelder findet und priorisiert, beantwortet bisher niemand.
Die Antwort: ein zweistufiges Verfahren
Der Agentic AI Process Navigator schliesst genau diese Lücke. Er führt von der gesamten Prozesslandschaft zu einer konkreten, unternehmensspezifischen Rangfolge – in zwei aufeinander aufbauenden Stufen.
Gesamtüberblick
Macht über die ganze Prozesslandschaft hinweg sichtbar, wo agentive KI grundsätzlich ansetzen kann – und hebt die Bereiche mit dem grössten Eignungspotenzial hervor, vor allem wissens- und informationsintensive Prozesse (rund die Hälfte aller untersuchten Bereiche).
Priorisierung im eigenen Kontext
Bewertet die vielversprechenden Bereiche unternehmensspezifisch nach Readiness, Komplexität, Wertpotenzial und Realisierbarkeit und zeigt, welche Einsatzfelder zuerst angegangen werden sollten – angewendet in einem moderierten Workshop auf Geschäftsleitungsebene.
Wissenschaftlich fundiert
Das Verfahren wurde nach dem Ansatz der Design Science Research entwickelt, gestützt auf eine Literaturanalyse, vierzehn Experteninterviews und eine Mensch-LLM-Triangulation. Erprobt und beurteilt wurde es an drei Anwenderfällen aus der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) sowie in zwei Experten-Appraisals. Die Eignungslogik gründet bewusst auf den Kernmerkmalen agentiver KI statt auf einem rasch veraltenden Anwendungsfallkatalog.
Entstanden im Rahmen der Masterarbeit des EMBA in Business Engineering an der Universität St. Gallen.
Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen
Der Agentic AI Process Navigator ist im Rahmen der Masterarbeit des EMBA in Business Engineering an der Universität St. Gallen entstanden und orientiert sich an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Drei Ziele bilden den Kern unseres Beitrags:
SDG 8 · Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Wir helfen Unternehmen, repetitive Tätigkeiten sinnvoll zu automatisieren – damit sich Mitarbeitende auf wertschöpfende, qualifizierte Arbeit konzentrieren können.
SDG 9 · Industrie, Innovation und Infrastruktur
Der Navigator fördert die verantwortungsvolle Einführung neuer Technologien und stärkt die Innovationsfähigkeit von Organisationen.
SDG 12 · Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Eine strukturierte Bewertung vermeidet überflüssige IT-Projekte und setzt Ressourcen gezielt dort ein, wo sie den grössten Nutzen stiften.
Wer hinter dem Navigator steht
Der Agentic AI Process Navigator entstand im Rahmen der gemeinsamen Masterarbeit des EMBA in Business Engineering an der Universität St. Gallen. Ziel ist ein praxistaugliches Instrument, das Unternehmen in der frühen Phase von KI-Investitionsentscheidungen unterstützt.

Haben Sie Fragen zur Methode oder Interesse an einer Anwendung in Ihrem Unternehmen? Schreiben Sie uns – wir freuen uns auf den Austausch.
